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ich fürchte, das wird häufiger. dass man sich selbst hinterrücks als etwas unheimlich befinden muss.
pollykrohm - 2008-04-18 08:16 | in:
spitzwegerich
absage von dem, was ich für meinen traumjob hielt. war wohl doch wieder nichts mit bestimmung und nun: reihenweise nicht erfolgte begegnungen allein auf einem heimweg. lauter vorbeivorbeivorbei durch die scheiben der bahn. das erste mal (der freuer) aussteigen und hinterherlaufen und winken und rufen - erwogen. nicht getan. weil ich nicht ermessen konnte, welches sich schlechter anfühlen würde. der vergangenheit hinterherlaufen oder an ihr vorbeizufahren und ...
dann in hundertmeterabstand achderwardoch und achdieistdoch und in der nächsten bahn dann ein unauffälliger zeitungsleser im legeren businesslook und seltsam verdrecktem nylontäschchen - mit analogem dreck auf der schulter ... wenig dezentes souvenir eines vogeltiers. als die bahn dann hielt, sah ich noch im halbprofil meine letzte schwärmerei mit wehendem mantel. war gerade aussgestiegen. wir standen eine halbe stunde unterm eigelstein.
nun muss ich meine zuflucht nehmen, das aufzuschreiben, auch wenns nicht verständlicher wird, was mir wenn mitgeteilt werden soll. leben vorbei an mir? ich daran vorbei? oder nur: gut gemacht. vorwärts gehen?
wir wissens im grunde: nichts. dinge geschehen. ob man hinschaut oder nicht. nur, wenn man hinschaut, sieht man sie eben auch. also: manche jedenfalls.
pollykrohm - 2008-04-17 19:07 | in:
wacholderbeeren
schon mehrfach beobachtet, reagieren amselhähne keineswegs so selbstbewusst auf ihr spiegelbild, wie es die rabenvögel beizeiten tun.
so kam es kürzlich dazu, dass wir - auf dem hof übernachtend - von einem amselrich geweckt wurden, welcher energisch mit dem schnabel gegen das fenstergeviert pickte.
der konkurrent verteidigte jedoch sein revier überaus standhaft, auch als der angreifer es taktisch gewieft noch einmal von der anderen seite des hauses versuchte.
einen angriff gegen einen krokus konnte ich hingegen noch nie beobachten, obwohl das auch passieren soll -
das signalgelb der private parts ... wird wohl mit dem schnabelgelb der konkurrenz assoziiert und erregt so aggressionen, ich schrieb vor jahren darüber ...
pollykrohm - 2008-04-16 07:27 | in:
tierlebend
gibts das auch? wenn alles grün nicht mehr grün genug und jegliches tun einem nur als versuchen erscheinen will und zuversicht, was war das noch gleich... verzicht versehen vorsicht sichtverzut?
pollykrohm - 2008-03-17 00:00 | in:
wiese
ein gleichnis fiel mir ein und es begeistert mich mehr und mehr, je weiter ... es sich verästelt.
denn es handelt sich um einen baum und der baum steht für die liebe.
früher war das kein baum, bei mir. nur ein gestrüpp. viele zweige, viele blätter, kein halt. jetzt aber merk ich, wo ich mir selbst wert, dass erst die liebe zu mir selbst der stamm ist, der andere äste tragen kann und jeder ast ist ein freund und jeder zweig ein gemeinsamer tag und jedes blatt ein blick ein wort ein moment.
und vielleicht kommen dann wirklich bald die vögel und singen und bauen nester?
ich mag die vorstellung.
pollykrohm - 2008-03-14 14:50 | in:
wacholderbeeren
herz offen = herzoffen = hoffen
pollykrohm - 2008-03-11 08:39 | in:
kaninchenkoettel
weißdorntentakeln tasten
schattenfühler nach meiner weile
wortsonde landet auf ödland.
vulkanasche. alles. und nun. tränenregenmeer.
du magst mich sehr?
glaub mir, ich mag dich mehr.
darum schwieg ich. schweig ich. lang ists her.
weil: aua aua. sehr. weißt du?
merke: er schweigt, weil (oder weil eben nicht!)
sie schweigt: obwohl.
du lieber augustin alles hin.
lavavalentin.
pollykrohm - 2008-02-14 21:35 | in:
unterholz
sturmböen mich geweckt drei seitdem dachratten tränen unfähigkeit mit solcher zeit allein zu sein weit zurück und vor die denkerei mit der traurigen erkenntnis dass mir immer noch eine basis fehlt. in den augenblicken wo es hart kommt ist da nichts, kein halt.
wo find ich den. oder wo pflanz ich mir eine schulter zum dran weinen, dass sie langsam wächst und stark wird und mich vielleicht dereinst trägt. ich kann doch noch warten, aber ich würd gern wissen worauf.
manchmal denk ich ich will wieder nicht nur sondern auch.
will wieder wie früher war. aber. wir reden über schwarze löcher. und dann fällt mir wieder ein dass das eben dazu gehört.
das handeln, das kommt hier wenig zutage und das ist nicht lebensnah daher. und weil gerade alles leben so lebensknappdranvorbei ist wär es vermessen, sich weiland noch weiter zu fernen gar.
pollykrohm - 2007-10-29 09:31 | in:
wacholderbeeren
ihr schönen. ihr menschen. wenn ihr wüsstet.
ich schau auf meinen wegen durch die stadt und überall: unterschiede.
und alles um alles in der welt um unseretwillen.
warum eigentlich wird das niesen so unterschätzt?
pollykrohm - 2007-09-19 21:56 | in:
ausgehaeusig
kreuzträgerinnen im mutterschutz
thronen prallen leibes
in klebseidenen rädern
trinken tau und tropfen
und halten
gespannt
zwiesprache
mit
pssst....
herbstwinden
pollykrohm - 2007-08-10 18:45 | in:
tierlebend
sehnsucht?
ja da kommen wir gerad richtig.
durchgeschüttelt ohn sinn frih frih
du bist mir insel du und das ist der grund und das ist rückhaltslos alles, was ist.
ich: ohneland
gez. monte pulciano
was wäre bloß, wenn die schlimmen träume wahr dann wäre dann hätte die insel ein niederland ein kleines und ich wär zerrissen und liebe voll und du wärst ein zorniger vatikanstaat--
pollykrohm - 2007-07-07 01:07 | in:
unterholz
ist was ist
nein ist nicht
alles ist in frage
ist es nicht
wäre wenn
nicht was es war
(nie wieder)
aber was könnte es sein
und was wird es werden
(alles nur nicht - oder doch: wieder)
und wohin nur wohin!!!!
pollykrohm - 2007-07-02 18:49 | in:
erbsenzaehlen
aus den vielen vogeldurchverdauten samen die in die kommewaswollekästen auf dem balkon gerieselt sind vom sommerdach da ist nun ein junger tulpenbaum neben der vierjährigen eibe.
da weiß man nicht zu helfen schließt sich der kreis? fängt alles wieder von vorne an.
heut nacht im traum wieder wieder wieder. sein vater gestorben ausgerechnet. ich denk an ihre lächerlichkeit. hatte geduscht und wollte so etwas wie verführen.
denk an die tränen die er in ihre hände weinte, die salzkrusten da, wo die ersten falten nie wieder glätte erfahren werden.
vier blätter trägt er. nach langem überlegen hab ich eine schnecke verworfen und nicht auf ihn angesetzt.
verweigere mir sorge und gedanken, ob das mit dem vatertod am ende mysteriöse wahrheiten birgt. denn selbst wenn. längst. sind andere betreut. seellose sorge. phantomschmerz. appes bein weint. so.
pollykrohm - 2007-07-02 09:38 | in:
tulpenbaum